ZDF-WISO-Sendung zitiert KKSB/Statistik-Studie

Eine Veröffentlichung unter Mitwirkung eines Autors des Instituts für Statistik fand Eingang in die ZDF-WISO-Sendung vom 16.03.2015 (zum WISO-Beitrag in der ZDF-Mediathek). Die Sendung befasste sich mit dem aktuellen Streit um die Neuregelung des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen. Die Festlegung von Mindestabständen zwischen Feldern mit verschiedener Anbauform ist Teil der Auseinandersetzung, die durch eine kürzlich veröffentliche Studie unter Mitwirkung von W. Wosniok offenbar in neue Bahnen gelenkt wird.

Das wesentliche Resultat der Studie von Hofmann, Otto und Wosniok (*) ist, dass erhebliche Konzentrationen von Maispollen in sehr viel größerer Entfernung von einem Feld vorliegen als bisher angenommen. Bisher wurde angenommen, dass ein Abstand von 25 Metern zwischen Feldern mit gentechnisch verändertem (GVO) und konventionellem Anbau ausreichen würde, um ein ungestörtes Nebeneinander beider Anbauformen sicherzustellen. Die aktuelle Studie zeigt jedoch, dass Konzentrationen, die bisher in 25 Meter Entfernung angenommen wurden, tatsächlich erst in mehr als 4 Kilometern auftreten. Konzentrationen in geringeren Abständen als 4 km sind erheblich höher. Als Reaktion auf diese Studie hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA beschlossen, ihre Empfehlung für den Umgang mit GVO-Mais zu überarbeiten. Eine entsprechende Entscheidung ist für Ende Mai 2015 vorgesehen.

(*)  Hofmann, F., Otto, M., Wosniok, W. (2014): Maize pollen deposition in relation to distance from the nearest pollen source under common cultivation - results of 10 years of monitoring (2001 to 2010). Environmental Sciences Europe 2014, 26:24. doi:10.1186/s12302-014-0024-3.

zur Publikation